Furnier

Rund 0,7mm dicke Holzschicht, die auf die Möbelstücke aufgeklebt wird. Dazu wird bei ägyptischen Replikaten das zuvor geschliffene Möbelstück mit heißem Gummi Arabicum eingestrichen. Dann wird recht schnell das Furnier aufgebracht. Dieses kann geschnitten werden, noch während es verarbeitet wird oder es wurde vorher geschnitten und dann erst aufgeklebt. Auch muss bei Rundungen das Furnier noch so auf dem noch heißen Kleber geschnitten werden, während der Kleber noch heiß ist und die Maserungen des Holzes harmonisch ineinander verlaufen und gleichzeitg die Form des gebogenen Untergrundes annehmen. Bei einfach gebogenen Oberflächen wie sie die Italiener z.b. heute noch anbieten ist dieses relativ einfach, da muss man nicht schneiden. Aber bei den sog. Bombe-Formen da ist der wahre Meister gefordert. In BRD gibt es wenige Handwerker, die hier die Fingerfertigkeit und Erfahrung der Ägypter besitzen. 

Diese Arbeiten sind handwerklich so anspruchsvoll, dass man hier jahrelang trainieren muss und äußerste Fingerfertigkeit besitzen muss. Zudem muss das Furnier zum biegen um kugelige Flächen zwar leicht feucht sein, aber nicht zu feucht, da dann die Klebewirkung nicht gegeben ist. Wir arbeiten hier mit Naturmaterialien wie Holz und da ist bisher und woh auch für die nächsten jahrzehnte keine Maschine in der Lage solche Arbeiten auszuführen.

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